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Zitat des Tages
Vedische Literatur
Srimad Bagavatam 4.31.14

„Versuche jenes zu erkennen, durch dessen Erkenntnis man alles erkennt“

Im Srimad-Bhagavatam wird zur Erklärung eine Analogie gebraucht: wenn man die Wurzeln eines Baumes bewässert, so wird der ganze Baum versorgt sein; und wenn man dem Magen Nahrung zuführt, wird der ganze Körper gesättigt. Wenn man also dem Zentrum dient, so wird zugleich dem Ganzen gedient.Dies ist möglich, und es zu tun, bedeutet, in die Welt der Widmung einzutreten. Versucht, in die Welt der Widmung einzutreten und laßt die Welt der Ausbeutung und die Welt der Entsagung zurück. Euer atma, euer wahres Selbst, ist ein Bewohner jener Welt. Dort befindet sich die wirkliche Welt, wohingegen hier nur ein verzerrter Schatten davon zu finden ist.


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Text

Das ultimative Abenteuer
Dr. Christian Brehmer. Aus dem Buch: Die Evolution des Bewusstseins – Vom Urknall zur Erleuchtung
Es steht nicht gut mit unserem Planeten. Es steht nicht gut mit dem Menschen.
Alte Denkstrukturen haben uns in eine Megakrise geführt, alte Denkstrukturen können uns nicht aus ihr herausführen. Ein neues Bewusstsein ist zwingend. Es wird uns evolutionär erschlossen, und es wird uns eines Tages alle erfassen. Das kommende Weltbild der Evolution wird Eintracht unter die Menschen bringen. Wir sind alle im gleichen Boot!
Um das neue Bewusstsein besser einzuordnen und um eine Orientierung zu finden, wo es lang geht, ...
                  
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... befasst sich der Autor mit den vergangenen Etappen unserer Stammesgeschichte. Daraus lassen sich  Indizien für die bevorstehende Evolution ableiten; Hinweise, die unserer  persönlichen und der gesellschaftlichen Orientierung dienen. Wir werden zum Mitarbeiter, wir werden zum Vollender der Evolution: das ultimative Abenteuer! Der Zukunftsmensch  wird in absehbarer Zeit auf den Gegenwartsmenschen zurückblicken wie wir auf den Neandertaler… 

Gemäß astrophysikalischer Forschung entstand unser Universum vor etwa 14 Milliarden Jahren mit einem gewaltigen Urknall. Es entstand das Leben und mit ihm eine fortschreitende Evolution höherer Lebensformen. „Big History“, so nennen die Amerikaner diesen ergreifenden Werdegang. Er wurde immer wieder von herben Einschnitten unterbrochen.  Katastrophen wie das große Sauriersterben vor etwa 65 Millionen Jahren machten Platz für das Neue, in diesem Fall für die Säugetiere und damit für den Menschen. Die Frage ist, ob die Natur zu einem erneuten „Faunenschnitt“ ansetzen muss, um sich von dem Parasiten auf der Erde zu befreien oder ob sich die Vernunft des vernunftbegabten Tieres durchsetzen wird…

So wie wir unseren Planeten verwalten, damit finden wir uns nicht ab. Während 800 Millionen Menschen hungern, versuchen wir mit Milliardenbeträgen ein korruptes Finanzsystem am Leben zu erhalten,  das für diese humanitäre Katastrophe maßgeblich verantwortlich ist. Und das, ohne eine Alternative – die es gibt – in Betracht zu ziehen.


Das gängige Missmanagement ist ein Spiegel unserer gegenwärtigen Denkstruktur. „Du kannst das Problem nicht lösen von der Ebene, wo das Problem seine Wurzeln hat“, sagte Albert Einstein. Aber wie diese neue Denkebene aussieht, hat uns der geniale Physiker nicht verraten. Und um dieser Suche geht es.

Wir sehen am Horizont der zukünftigen Evolution eine neue Bewusstseinsebene. Ausgehend von der Konsistenz der Natur, der Konstanz ihrer Gesetze und der Kontinuität der Evolutionsdynamik schließen wir auf die Umrisse dieser neuen Ebene. Aus ihrem bisherigen Verlauf entnehmen wir Hinweise für den bevorstehenden Verlauf. Dabei entdecken wir, dass sich die Evolution bislang in Etappen vollzogen hat, und wir erkennen markante Phasenübergänge. 
 

Die Phasenübergänge

Erster Phasenübergang

Begonnen hat alles mit dem Urknall, dem großen Symmetriebruch des VEREINHEITLICHTEN FELDES, dem ewig ruhenden Urgrund unseres Universums. Das war der erste Phasenübergang vor etwa 14 Milliarden Jahren. Damit begann die unglaubliche Geschichte des Universums. Erst kleiner als der Kopf einer glühenden Stecknadel; dann mit der Expansion und der zunehmenden Abkühlung die Entstehung von Materie, dem wundersamen Stoff, in dem sich Bewusstsein ausdrücken und entwickeln kann. Eine fantastische kosmische Evolution – Galaxien, Sterne und Planeten, unsere Erde ward geboren.


Zweiter Phasenübergang

Hier auf unserem Planeten, nicht minder fantastisch, eine chemische Evolution, die zur Entstehung von komplexen Makromolekülen führt. Die Vorstufen der DNA und des Proteins assoziieren sich, und in einem zweiten Phasenübergang tritt das Leben hervor. Zunächst drückt es sich in der Zelle aus, der kleinsten Lebenseinheit. Dann entstehen durch Assoziation und Kommunikation der Zellen untereinander die Vielzeller. Weichtiere, Fische, Amphibien, Reptilien, Säugetiere und Menschenaffen: die biologische Evolution erblüht. Das organismische Bewusstsein  drückt sich im weit verzweigten Spektrum der Tierwelt aus:
Ausdruck der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst!


Dritter Phasenübergang

Dann erneut ein Wunder: Nach Durchschreiten des Tier-Mensch-Übergangsfeldes erscheint in einem dritten Phasenübergang der anatomisch moderne Mensch auf der Bühne der Evolution. Der homo sapiens, der wissende Mensch tritt auf. Indizien weisen darauf hin, dass jetzt das Bewusstsein so weit erstarkt ist, dass es sich als ein Ich, als getrennt von der Umwelt erlebt. Die unschuldige Einheit des Tieres mit der Natur ist gebrochen: da ist ein Subjekt, da ist ein Objekt. Das reflexive Bewusstsein ermöglicht fortan ein Denken in Kausalzusammenhängen, die mentale Evolution hat eingesetzt.
 

Vierter Phasenübergang

Dann, ab einem Zeitpunkt vor etwa 50 000 Jahren, finden Archäologen Artefakte, die darauf schließen lassen, dass der anatomisch moderne Mensch zum geistig modernen Mensch „mutiert“ ist. Der homo sapiens sapiens, der Mensch der der nicht nur weiß, sondern auch weiß, dass er weiß, tritt auf: eine weitere Stufe der Intensivierung des Bewusstseins. Jetzt tauchen neben Gebrauchsgegenständen zum ersten Mal auch Kunstgegenstände auf. Denn die Fähigkeit zur Reflexion der Reflexion, das selbstreflexive Bewusstsein schöpft aus sich die Kreativität. Die kulturelle Evolution hat eingesetzt, die Stufe auf der wir uns gegenwärtig befinden. Von der Höhlenmalerei bis zur Mona Lisa, von der Steinaxt bis zur Smartphone – eine atemberaubende Entwicklung. Homo sapiens sapiens, quo vadis?  
 

Fünfter Phasenübergang

Mithin ist unsere Stammesgeschichte eine Geschichte der Evolution des Bewusstseins. Von der Urzelle bis zum Menschen der Gegenwart stellen wir eine fortschreitende Intensivierung des Bewusstseins fest, wobei sich die markanten Phasenübergänge abzeichnen. Diese Tendenz, davon gehen wir aus, wird sich fortsetzten. Und damit haben wir das Leitprinzip für die zukünftige Evolution des Bewusstseins, für den bevorstehenden fünften Phasenübergang.

Eine Reflexion der Selbstreflexion wäre nur eine Rotationsschleife auf der gleichen Ebene. Dagegen dokumentiert die Bewusstseinsforschung, dass wenn die Selbstreflexion in die reine Reflexion einmündet, wenn alle Inhalte, z.B. in der Meditation, transzendiert werden, das neuronale System ein Regime höherer Ordnung annimmt: unbegrenztes transzendentales Bewusstsein. Damit wird eine supramentale Evolution, ein fünfter Phasenübergang eingeleitet.

Durch wiederholte Erfahrung des transzendentalen Bewusstseins stabilisiert sich allmählich dieser Zustand der inneren Bewusstheit und bleibt auch während der Aktivität erhalten. Der Mensch erfährt sich als getragen von einer stillen Präsenz, einem Hintergrund reinen, unbegrenzten Bewusstseins, das ihn eine ganzheitliche Intelligenz erschließt und ihn mit allen Wesen und Geschöpfen verbindet: integrales Bewusstsein, die Zukunft der Menschheit?


Ganzheitliche Erkenntnis

Integrales Bewusstsein ermöglicht eine ganzheitliche Erkenntnis. Die Trennung des Menschen untereinander und des Menschen von der Natur ist ein Trugschluss unserer gegenwärtigen Bewusstseinsstruktur. Aus der Quantenphysik wissen wir längst, dass alles mit allem verbunden ist. Ein Quantenfeld ist ein reines Informationsfeld, das nichts mit Masse und Energie zu tun hat. Der ehemalige Direktor des Max-Planck-Institutes in München, Hans-Peter Dürr, beschreibt es folgendermaßen:

„Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern es erstreckt über das ganze Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes weil dieser Quantencode keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine.“

Im integralen Bewusstsein hat der Mensch Zugang zu diesem Informationsfeld. Er verfügt über eine ganzheitliche Ebene der Erkenntnis. Jetzt wissen wir, was Einstein gemeint hat mit der anderen Ebene als Voraussetzung zur Lösung des Problems. All unsere Probleme sind Ausdruck einer nicht mehr zeitgemäßen Bewusstseinstruktur und beruhen auf dem Passungsmangel zwischen „unserer Wirklichkeit“ und der Wirklichkeit an sich.
 


Die Wirklichkeit an sich muss auch unseren Ursprung, das VEREINHEITLICHTE FELD, mit einbeziehen, sonst wäre es nicht die ganze Wirklichkeit. Hans-Peter Dürr spricht von dem Quanten-Informationsfeld, an dem Individuum und Universum gleichermaßen teilhaben. Es ist, so die Hypothese, ein „Quantenvakuum-Bewusstseinsfeld“. Renaud van Quekelberge, Professor der Psychologie an der Universität Landau, spricht von der Grundwirklichkeit des „unitären Feldes“, das universelles Quantenvakuum und individuelles Bewusstseinsvakuum miteinander verbindet. Von dieser Verbindung künden alle Pioniere der Evolution, die großen Erleuchteten. „Tat tvam asi, DAS bist du“, heißt es in den Veden. „Ich und der Vater sind eins“, sagt das neue Testament – eine Verheißung,  die zum Nachvollzug auffordert.
  
Wir sind Kinder der Evolution. Indem wir unsere Vergangenheit überblicken, gewinnen wir eine Orientierung für die Zukunft. Wir erkennen, dass die Evolution im Menschen sich ihrer selbst bewusst wird. Im Menschen und durch den Menschen will sie sich vollenden. Wurden wir bislang unbewusst und mitunter durch bittere Erfahrungen und Schläge vorwärts gedrängt, so wissen wir jetzt, wo es lang geht. Wir werden zum Mitarbeiter der Evolution und ersparen uns schmerzhafte Umwege. Ständig holen wir uns zurück in die Präsenz und handeln aus der Präsenz in Achtsamkeit. Das Abenteuer der Evolution des Bewusstseins! Lebten unsere tierischen Vorfahren auf einer Stufe der unbewussten Einheit mit der Natur, so finden wir zurück zu dieser Einheit auf bewusster Stufe. Eine realistische Vision, in der tiefe Ehrfurcht, Dankbarkeit, Freude  u n d   Verantwortung liegt.

Über den Autor:

Dr. Christian Brehmer studierte Psychologie in Sydney/Australien und lebte unter den Ureinwohnern Australiens, den Aborigines. Während eines darauf folgenden Indienaufenthaltes sah Brehmer in der Begegnung mit Yoga-Praktizierenden Hinweise für die zukünftige Evolution des Bewusstseins. Gegenwärtig ist der Autor als Yogalehrer und als Referent in der Erwachsenenbildung tätig. Er bietet Dia-Vorträge zum Thema an.     
 

 

Das Buch


>> Vom Urknall zur Erleuchtung. Die Evolution des Bewusstseins als Auweg aus der Krise.

Hardcover, 280 Seiten, Großformat: 20 x 25, 140 farbige Fotos, 130 Grafiken, Verlag Via Nova, € 24,95  

 

 

 

 

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