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Angst
John de Ruiter
In diesem Artikel, der auf einem Interview basiert, das ursprünglich in 'The Teachers of One: Living Advaita' (Die Lehrer des Eins-Seins: Lebendiges Advaita) von Paula Marvelly erschien, erklärt der kanadische Philosoph John de Ruiter den Ursprung der Angst und wie sie verschwindet, wenn das Bewusstsein aufgibt und in dem aufgeht, was das Herz als die Wahrheit erkannt hat.
                  
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Die Menschen besitzen das volle Spektrum des Bewusstseins, haben die Fähigkeit, an allen Arten von Bewusstsein, die existieren, teilzuhaben. Da wir ein vollständiges Spektrum des Bewusstseins haben, haben wir auch die ultimative Macht. Wir haben die Macht, etwas zu sein, was wir nicht sind, während zum Beispiel ein Baum nur er selbst sein kann und nichts Anderes. Er kann sich nur in seinem Sosein akzeptieren, sich nicht ablehnen.

Das menschliche Bewusstsein kann sich verzerren und sich an Begierden klammern, die nicht seiner Natur entsprechen: Seine Natur ist Liebe.

Wenn sich das Bewusstsein an etwas Anderes hängt, kann Angst entstehen. Menschen erleben Zärtlichkeit oder die Freude der Liebe. Wir erleben dies und wir haben die Macht zu sagen: “Das ist wirklich das, was ich liebe.“  Jedes Mal, wenn es mich berührt, möchte ich es zu meinem machen.” Wir haben die Macht, diese Liebe zu ergreifen und sie in Besitz zu nehmen, und wir haben die Macht, alles auszuschließen, das sich nicht gut anfühlt, und das ist der Ursprung der Angst.

Angst entsteht aus der selbstbestimmten Orientierung, wenn das Bewusstsein an etwas festhält und Anderes ausschließt, anstatt sich zu öffnen und aufzunehmen und dies zu genießen.

Das Erwachen eines solchen Bewusstseins ist das Begreifen der Wahrheit - und das heißt, dass genau das, was wir am meisten lieben, uns sagt, wie wir sein sollen.

Das, was wir am meisten lieben, ist die Liebe. Und wenn wir anfangen zu erkennen, was die Liebe mit uns macht, anstatt uns zu verschließen, dann können wir das loslassen, was wir nicht sind und das hereinlassen, was wir sind. Und das wissen wir bereits: Wir sind diese Zärtlichkeit, diese Sanftheit und diese Liebe.

Wenn unser ganzes Herz auf diese Güte antwortet, die die Natur des Herzens ist, erlebt das Selbst Angst. Dein ganzes Herz antwortet und will in dem aufgehen, was es liebt und der Verstand leistet Widerstand in seiner Angst. Der Verstand hat die Kontrolle über das Herz verloren, denn das Herz liebt und geht in dieser Liebe auf. Es gibt keine Einheit von Verstand und Herz. Das Herz ist verschwunden. Es hat sich hineinfallen lassen. Es liebt das, was es sieht. Bis zu dem Punkt, an dem Verstand und Herz eins werden, wird immer Angst spürbar sein.

So wie Angst aus Selbstinteresse entsteht, kann es auch sein, dass das Herz eine unschuldige Art der Angst entstehen lässt. Angst in Unschuld ist wie ein winzig kleines Kind, das etwas erlebt, das so viel größer ist, als es selbst.  Es ist wie ein kleines Baby, das man dem Wind aussetzt oder dem man ins Gesicht bläst. Es ist so, als ob mehr geschieht, als was es aushalten und sich noch dabei wohlfühlen kann. So bläst man dem Baby ins Gesicht und es reagiert darauf. Es ist Angst dabei, aber es ist eine Angst, die einen berührt, denn die Unschuld verliert sich nicht in der Angst.

Der Verstand ist unschuldig und hilflos, wenn das Herz dem begegnet, was es als wahr erkannt hat. Der Verstand wird wie das dem Wind ausgesetzte Baby und das Einzige, was in einem andauert, ist der Teil des Herzens, der gerade zur Ruhe kommt; der Teil, der liebt, was er sieht, liebt, was er hört. Er ist nicht bedroht; er wird genährt; er ist sicher; er ist endlich zur Ruhe gekommen, aber jeder Teil deines Herzens, der oben im Verstand ist, auf den Verstand hört, kommt nicht klar mit dem, worin das Herz eingetaucht ist. Angst dauert an, wenn das Bewusstsein von dem getrennt bleibt, was das Herz weiß.

Wenn man sich dem hingibt, was man ganz tief als wahr erkennt, ist die Angst verschwunden und die Unschuld bleibt.

 

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