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Unsere Buch-Empfehlung


Wegweiser zum inneren Frieden
Besser als Glück
Buch von Torsten Brügge

gelesen von Barbara Simonsohn

Wer Eckhart Tolle liebt, wird dieses Buch mögen. Das waren meine Gedanken nach den ersten Seiten. Das Frappierende: Beim Lesen taucht man in den Bewusstseinszustand ein, den der (erwachte) Autor Torsten Brügge beschreibt. Bestellungen beim Universum werden hier nicht empfohlen. Sondern, wie schon bei Gautama Buddha: wunschlos glücklich zu sein.

Das ewige Wünschen und Wollen als Quelle von Unglück und Leiden loszulassen. Wer an bedingtes Glück glaubt, ist auf dem Holzweg, schreibt Torsten Brügge, Glückseligkeit sei unsere wahre Natur: »Unser Warten und Sehnen hält uns in einem quälenden Schmachten gefangen und verhindert das Erleben des wahrhaftigen Glücks in diesem Moment.«

Nichts Neues? Doch, denn der Ton macht die Musik. Jedes Wort, jede der einfachen Übungen in diesem Buch hat nur ein Ziel: dem Leser zu ermöglichen, sich der friedvollen Stille des Seins gewahr zu werden. Das wahre Glück, nach dem sich jeder sehnt, ist genau hier, genau jetzt und besser als all das, was wir uns zuvor unter Glück vorgestellt haben.

Dieses Buch hat Alltags-Wert. Es lässt uns alle Klippen des Ego-Verstandes umschiffen, ob er uns gerade wieder die Illu sion der Trennung predigt, Dramen in Beziehungen erschafft oder in der Welt der Form dauerhafte Erfüllung verspricht. Bei Dramen und Tragödien empfiehlt Brügge – nach dem Motto »Wer bist du ohne dein Drama?« –, sich mit dem stillen Ozean unterhalb der turbulenten Wellen der Emotionen zu identifizieren. Außerdem ist es besser, tief in die scheinbar negativen Gefühle wie Wut und Selbstmitleid einzusteigen und damit in den eigenen Schatten, statt diese Anteile weiterhin zu verdrängen und zu verleugnen. Auf Dauer können wir unserem Schatten ohnehin nicht entkommen.

Im Kapitel »Blinde Flecken der Selbsterkenntnis« nimmt der Autor die Sucht nach Seligkeit in spirituellen Kreisen aufs Korn. Textprobe: »Der Verstand versucht, aus dem Augenblick unschuldiger Frische eine Technik zur Instant-Erleuchtung zu basteln.« Die Suche nach Erleuchtung in der Zukunft erscheint ihm als kosmischer Witz, weil diese Jagd uns von dem immerwährenden inneren Frieden im Jetzt ablenkt. Wer sich als Erleuchteter immer noch mit dem Gefühl eines persönlichen Selbst vorfindet – jetzt mit wohlklingendem Namen –, ist es mit Sicherheit nicht. »Er hat sein Ich nur mit Freiheitsluft aufgeblasen und nennt es nun ›erleuchtet‹. Diese spirituelle Identifikation mag glänzen; mit Erleuchtung hat sie nichts zu tun.« Das Buch ist erfrischend direkt und humorvoll.

Die frohe Botschaft darin: Wenn wir die Illusion des Ich durchschauen, erkennen wir, dass wir frei sind von Leiden und das schon immer waren. Die moderne Hirnforschung bestätigt das: Erwachen und Erleuchtung tauchen auf, weil sich das menschliche Gehirn durch Meditation und Bewusstheit substanziell verändert. Worte sind zwar nur Wegweiser. Diese Worte allerdings weisen in die richtige Richtung zum »allumfassenden Wesen des stillen Gewahrseins « und treffen damit mitten ins Herz.
 
Diese Rezension von Barbara Simonsohn erschien erstmalig im Heft Connection,
>> www.connection.de
 
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Besser als Glück
Buch von: Torsten Brügge
Verlag: Verlag der Ideen
Preis: 19,90 €
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